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29.07.2025 OYA media

Alternative zur Gehaltserhöhung? Warum Benefits oft die bessere Wahl sind

Nicht immer ist eine Gehaltserhöhung die attraktivste Lösung – weder für Arbeitgeber:innen noch für Mitarbeitende. Denn der zusätzliche Betrag wird oft durch Steuern und Sozialabgaben stark geschmälert. Deutlich wirkungsvoller und oft steuerlich begünstigt sind sogenannte Mitarbeitenden-Benefits. Diese freiwilligen Zusatzleistungen bringen nicht nur finanziellen Vorteil, sondern stärken auch Motivation und Bindung an das Unternehmen.

Was versteht man unter Mitarbeitenden-Benefits?

Benefits sind zusätzliche Leistungen, die über das vertraglich vereinbarte Gehalt hinausgehen. Sie können sowohl finanzieller als auch nicht-finanzieller Art sein – von Gutscheinen über Sachleistungen bis hin zu Zuschüssen oder technischer Ausstattung. Auch Urlaubs- oder Weihnachtsgeld zählen zu den klassischen Sonderzahlungen, sind jedoch im Gegensatz zu vielen anderen Benefits steuerpflichtig.

Welche Arten von Benefits gibt es?

Die Möglichkeiten sind vielfältig – je nach Unternehmensgröße, Branche und Bedürfnissen der Belegschaft. Hier ein Überblick über gängige und besondere Angebote:

Klassische Benefits:

1. Mobilitätszuschüsse:
Unternehmen können ihre Mitarbeitenden z. B. durch Dienstwagen, Fahrkostenzuschüsse oder die Finanzierung eines Jobrads unterstützen. Besonders das Deutschlandticket hat sich vielerorts als attraktiver Mobilitäts-Benefit etabliert. Auch BahnCards oder Zuschüsse für den ÖPNV sind beliebte Extras.

2. Technik und Ausstattung:
Laptops, Tablets oder Diensthandys gehören inzwischen in vielen Jobs zur Grundausstattung – sie dürfen in vielen Fällen auch privat genutzt werden. So entstehen Mitarbeitenden keine zusätzlichen Kosten, und steuerliche Vorteile können genutzt werden.

3. Betriebliche Altersvorsorge (bAV):
Ein Klassiker unter den langfristigen Benefits: Arbeitgeber:innen zahlen regelmäßig Beiträge in eine Rentenvorsorge ein – ein wichtiger Beitrag zur finanziellen Absicherung im Alter.

4. Unterstützung für Familien:
Zuschüsse zur Kinderbetreuung – etwa für Kita oder Tagespflege – entlasten Eltern finanziell und organisatorisch.

5. Essenszuschüsse und Verpflegung:
Frisches Obst, Essensgutscheine, Snacks oder ein günstiges Kantinenangebot – solche Leistungen tragen nicht nur zum Wohlbefinden bei, sondern helfen auch beim Sparen im Alltag.

6. Sachbezüge:
Bis zu 50 Euro monatlich können steuerfrei in Form von Tank- oder Einkaufsgutscheinen, Rabatten oder kleinen Aufmerksamkeiten an Mitarbeitende ausgegeben werden.

7. Gesundheitsförderung:
Von Betriebsärzt:innen über Massagen bis hin zur Mitgliedschaft im Fitnessstudio – Maßnahmen zur Gesundheitsprävention erfreuen sich großer Beliebtheit und stärken das Wohlbefinden im Job.

Unkonventionelle Benefits mit großer Wirkung:

  • Sabbaticals und Sonderurlaube
  • Erlaubnis zur Mitnahme von Haustieren
  • Eigener Parkplatz
  • Freistellung für ehrenamtliches Engagement
  • Zusätzliche Urlaubstage
  • Homeoffice-Pauschalen
  • 4-Tage-Woche oder verkürzte Arbeitszeitmodelle

Warum lohnen sich Benefits – für beide Seiten?

Solche Zusatzleistungen machen den entscheidenden Unterschied: Für Mitarbeitende bieten sie oft einen spürbar höheren Netto-Nutzen als eine klassische Gehaltserhöhung. Viele Angebote sind steuerlich begünstigt oder sogar ganz steuerfrei. Zudem tragen Benefits dazu bei, individuelle Bedürfnisse besser zu berücksichtigen – sei es durch flexible Arbeitszeitmodelle, Unterstützung bei der Kinderbetreuung oder ein ausgewogenes Gesundheitsangebot.

Für Arbeitgeber:innen stärken Benefits das Employer Branding, erhöhen die Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt und fördern die langfristige Zufriedenheit und Loyalität ihrer Teams. Sie schaffen Identifikation mit dem Unternehmen – ein klarer Vorteil in Zeiten des Fachkräftemangels.

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